Eine Gesundheitsgefahr bestand für die Bevölkerung aus der Region nicht.
Mehrere Messungen verliefen allesamt innerhalb der Toleranz und wurden
als gesundheitlich unbedenklich eingeschätzt. Wegen der starken
Rauchentwicklung wurde Bewohnern nahegelegener Ortschaften jedoch
empfohlen, Fenster und Türen vorsorglich zu schließen.
Der Rauch entwickelte sich auf einer Fläche von etwa 80 mal 80 Metern,
der Hausmüll - etwa 3000 Tonnen - lag hier bis zu fünf Meter hoch.
Alle verfügbaren Feuerwehren rückten zum Mülldeponiebrand aus, am späten
Samstagvormittag waren um die 200 Feuerwehrleute aus Altensteig mit
Teilorten, Haiterbach, Rohrdorf, Nagold, Calw, Dornstetten, Sprollenhaus,
Gaggenau und Pforzheim im Einsatz. Die Überlandbrandhilfen wurden vor
allen Dingen wegen ihrer Spezialgeräte angefordert. Für die
Löscharbeiten mussten mehrere Schlauchleitungen zur etwa drei Kilometer
entfernten Waldach, einem kleinen Bach, gelegt werden. Auch mit privaten
Fahrzeugen wurde ständig Löschwasser zur Deponie gefahren.
Die Rettungskräfte aus Altensteig, Nagold und Calw waren mit 40 Personen
und 16 Fahrzeugen am Ort des Geschehens. Der leitende Notarzt wurde
ebenfalls hinzugerufen, verletzte Personen waren glücklicher Weise nicht
zu verzeichnen. Das Deutsche Rote Kreuz hatte eine kleine Zeltstadt
aufgebaut, von der aus die Einsatzkräfte verpflegt wurden. Daneben
konnten dort auch hitzebedingte gesundheitliche Probleme von
Feuerwehrleuten sofort behandelt werden. Die Einsatzkräfte hatten
nämlich nicht nur mit dem Rauch, sondern auch mit den hohen Temperaturen
zu kämpfen. pol
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