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Jahreshauptversammlung 2008 des DRK-Ortsverein Calw e.V. |
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Jahresbericht des Vorstandes
zur Jahreshauptversammlung 2008
des DRK-Ortsverein Calw e.V.
am 17.05.08, in der Rudolf-Diesel-Straße 17, in Calw |
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Der DRK-Ortsverein
Calw besteht derzeit aus insgesamt 4094 Mitgliedern, davon 7
Vorstandsmitglieder, 20 aktive Mitglieder, 6
Seniorengymnastikleitrinnen, 6 Mitglieder im Arbeitskreis Blutspende,
13
Jugendrotkreuzlern, 5 Ehrenmitgliedern und 4037 passive Mitgliedern.
Aktivitäten im
Detail:
An drei
Vorstandsitzungen im Ortsverein Calw wurden zahlreiche Themen für den
reibungslosen Ablauf im Ortsverein diskutiert und beschlossen.
Wir befassten uns
mit den Themen wie Altkleidersammlungen, Ersatzbeschaffung des
veralteten Krankenwagens des Katastrophenschutzes, Baumaßnahmen,
Waschhalle, Ausbildungsraum sowie dem Wirtschaftsplan für 2008. Diese
Themen füllten die Abende bis spät in die Nachtstunden.
An zwei Sitzungen
des Arbeitskreises Ortsverein nahmen wir ebenfalls teil. Auch dort
wurden allgemeine Informationen von A wie Altkleidersammlung bis Z wie
Zuschuss beraten und diskutiert.
Ein enorm hoher
Zeitaufwand im Jahr 2007 waren die Vorbereitungen und Zuarbeiten für
unseren Schatzmeister für die Kassenführung und der
Umsatz-Steuererklärung. Bei einer Betriebsprüfung in unseren eigenen
Räumen, gaben wir dem Finanzbeamten die Einsicht in unsere Halle,
Fahrzeuge, Material und den Büchern.
Durch intensive
Gespräche, nicht zuletzt durch unseren Schatzmeister und seinen
Mitarbeitern, haben wir einen positiven Abschluss erzielen können.
Dies zeigt, dass
die Aufgabe eines Schatzmeisters in einem Verein, wie des Roten Kreuzes
nicht mehr ohne steuerfachkundiges Wissen bzw. professionelle Hilfe
durchzuführen ist.
Die
Umsatzsteuererklärungen für die Jahre 2001 bis 2006 musste im Jahr 2007
abgegeben werden. Mühevolle Stunden und Kleinarbeit mit vorbereitenden
Arbeiten für die Buchführung mit anschließender Aufbereitung für die
Umsatzsteuererklärungen brachten uns ein positives Ergebnis.
An dieser Stelle
möchte ich mich besonders bei unserem Schatzmeister Achim Hammann und
seinen Mitarbeitern für die Durchführung der Aufgaben als Schatzmeister
recht herzlich bedanken, sowie für die vielen informativen Gespräche die
wir zum Wohle des Vereins geführt haben und wünsche mir auch weiterhin
eine gute und harmonische Zusammenarbeit.
Ein weiteres
wichtiges Thema mit dem wir uns mehrmals zu befassen hatten, waren die
Vergütungen bzw. Erlöse aus den Altkleidersammlungen. Ende des Jahres
2007 lief der 5-Jahresvertrag mit dem AWG aus. Eine Verlängerung zu den
seitherigen Konditionen war nicht mehr zu erreichen. Ein neuer mit der
AWG abzuschließender Vertrag sieht eine drastische Kürzung der Vergütung
für unsere Altkleidersammlungen vor. Auch der Zuschuss für die vom AWG
aufgestellten und mit der Aufschrift des Roten Kreuzes versehenen
Altkleidercontainer wurde stark reduziert. Geführte Gespräche bzw.
Verhandlungen des Kreisverbandes mit der AWG haben nicht zu dem
erwünschten Erfolg geführt. Auch müssen wir bei den zweimal jährlichen
durchgeführt Haus- und Straßensammlungen einen starken Rückgang
feststellen. Auch stellen wir immer wieder fest, dass kommerzielle
Altkleidersammler kurz vor unseren Sammelterminen Altkleidersammlungen
durchführen. Bei den Haus- und Straßensammlungen der rund 18000
Haushalten in unserem Einzugsbereich, sammelten wir im Jahr ca. 8
Tonnen, und durch die vom Ortsverein Calw aufgestellten 5
Altkleidercontainer in Hirsau, Stammheim und auf unserem Hof, in der
Rudolf-Diesel-Straße, erreichten wir rund 48 Tonnen.
Um die
Mindereinnahmen aufzufangen, müssten wir die Sammelaktionen verdoppeln,
was uns aber durch den Rückgang der Spendenbereitschaft nicht viel
bringen würde. Zudem würden wir unsere ehrenamtlichen Helfer in dieser
Sparte weit über Ihre Kräfte fordern, um die Mindererlöse irgendwie
auszugleichen. Unsere eigentlichen Aufgaben im Roten Kreuz sind
Sanitätsdienste und humanitären Aufgaben im Zivil- und
Katastrophenschutz.
Durch die
fortlaufenden Mindereinnahmen schrumpfen unsere finanzielle
Möglichkeiten und Mittel ziemlich stark und gefährden somit die
Einsatzbereitschaft.
Für die laufenden
und notwendigen Aus-, und weitere Fortbildungsmaßnahmen haben wir im
vergangen Jahr auf unserem angrenzendem Grundstück ein Blockbohlenhaus
errichtet.
Die Nutzung dieses
Raumes steht allen Gruppen des Ortsvereins Calw gleichermaßen zur
Verfügung. Natürlich wird er auch hin und wieder der
Kammeradschaftspflege dienen.
Finanziert wurde
dieses Gebäude zur Hälfte durch Spenden. Dafür möchte ich mich besonders
und vor allem bei den Mitgliedern des Ortsvereins Calw, die diese
Spenden ermöglicht haben im Namen aller recht herzlich bedanken, und sie
natürlich auch bei der Einweihung willkommen heißen. Durch ein ständiges
vorantreiben der Arbeiten durch unsere „Rentner“ konnte der Bau
mittlerweile fasst fertiggestellt werden. Wir freuen uns auf die
Einweihung, die wir mit unserem traditionellen Grillen vor der
Sommerpause verbinden wollen.
Der Ausbau unserer
Waschhalle wird sich leider noch etwas verzögern. Auch andere Dinge
mussten zurückgestellt werden, da durch Mindereinnahmen im Jahr 2007 uns
die finanzielle Mittel fehlten. Ebenso unser 2. Bauabschnitt mit den
Sozialräumen müssen wir auf unbestimmte Zeit verschieben. Verschoben ist
aber nicht aufgehoben. Mit finanzieller Unterstützung der umliegenden
Gemeinden wäre uns da sicherlich viel geholfen.
Wir würden uns
freuen, wenn die in unserem Betreuungsbereich liegenden Kommunen uns
etwas finanziell unter die Arme greifen würden. Uns wäre hier sehr
geholfen.
Im Jahr 2007
zeigten die Teilnehmer der Seniorengymnastikgruppen bei den regelmäßigen
Gymnastikstunden immer wieder großes Interesse an den Veranstaltungen.
Die sechs Gymnastikleiterinnen in acht verschiedenen Orten unseres
Einzugsbereiches stellen eine Bereicherung für unsere älteren
Mitbürgerinnen und Mitbürgern dar.
Im Seniorenwohnpark
auf dem Wimberg, wo Margit Walter jahrelang Gymnastikstunden
durchführte, Sie sich aber beruflich umorientiert hat, hat Frau Link
dankesweise und kurzfristig die große Gruppe mit übernommen.
Im Jahr 2007 konnte
Frau Link dann diese Gruppe an Frau Doris Köppe übergeben.
An dieser Stelle
möchte ich mich bei allen Gymnastikleiterinnen für ihren Einsatz, sicher
auch im Namen Ihrer Teilnehmer, für die abwechslungsreiche Stunden recht
herzlich bedanken.
Ich sprach vorhin
von wichtigen Dingen unsere finanziellen Mittel. Bei der letzten
Jahreshauptversammlung haben wir über den maroden Zustand des 27 Jahre
alten Fahrzeugs, das uns vom Katastrophenschutz bereitgestellt wurde,
berichtet. Bei einem 27-Jahren alten Fahrzeug wurden erhebliche Mängel
bei der turnusmäßigen Hauptuntersuchung festgestellt. Nach einem
Gutachten wurde festgestellt, dass die Reparatur in Höhe von mindestens
4.500,00 € den Wert des Fahrzeugs bei weitem übersteigen würde. Nach
Rücksprache mit den zuständigen Gremien wurde das Fahrzeug im April 2007
ausgemustert. Eine Ersatzbeschaffung durch das Land Baden-Württemberg
ist bis heute noch nicht in Sicht. Die Aufgaben einer DRK-Bereitschaft
sind ohne ein geeignetes Fahrzeug im Sanitätsdienst in der heutigen Zeit
undenkbar. Seitens des Landes Baden- Württemberg erwarten wir in naher
Zukunft keine Ersatzbeschaffung.
Ich zitiere den
DRK-Landesverband:
Das Deutsche Rote Kreuz ist der
Hauptleistungsträger des Katastrophenschutzes, für den das Land
verantwortlich zeichnet. Rund 6.000 ehrenamtliche Helfer stehen bereit,
falls der „Grundlast-Rettungsdienst“ nicht mehr ausreicht –
flächendeckend, gut ausgebildet und mit Einsatzerfahrung. Hinzu können
noch viele tausend weitere Helfer aus den Bereichen Sozialarbeit,
Notfallnachsorge, Rettungshunde, Wasserwacht und Bergwacht kommen.
Als Ersatz für das
ausgemustertes Fahrzeug, dass für Sanitätsdienste
eingesetzt war, hat der Vorstand kurzentschlossen ein vom
Rettungsdienst Calw ausgemustertes Fahrzeug nach einer Probefahrt
käuflich erworben. Damit das Fahrzeug noch einige Jahre die Aufgaben der
Bereitschaft Calw erfüllen kann, haben wir eine notwendige Sanierung
vornehmen müssen. Die Fertigstellung des einsatzfähigen Fahrzeugs konnte
vor ein paar Wochen realisiert werden. In kleinster Feinarbeit haben wir
das Fahrzeug so eingerichtet, dass es dem Stand eines nach
DIN EN 1789 Typ A
ausgestattet Krankenkraftwagens, sowie den Anforderungen des
Sanitätsdienstes entspricht. Die Gesamtkosten des Fahrzeugs belaufen
sich auf rund 12.000,00 €. Damit das Fahrzeug für seinen Zweck
eingesetzt werden kann, wurde in den vergangenen Wochen eine intensive
Einweisung vorgenommen. Heute darf ich den Schlüssel für dieses Fahrzeug
symbolisch der Bereitschaftsleitung übergeben und wünsche, dass das
Fahrzeug bei den vielfältigen Aufgaben der Bereitschaft Calw voll
unterstützen kann.
Durch den enormen
Zeitaufwand im Jahr 2007, der bis an die Schmerzgrenze eines
ehrenamtlichen Helfers geht,
blieb einiges unbeantwortet oder einfach liegen. Der massive Druck durch
das Finanzamt wegen der Umsatzsteuererklärung und aller notwendigen
Aufbereitungen bleiben auch bei einem Mensch mit Nerven wie breite
Nudeln, nicht einfach links liegen. Deshalb war es mir nicht möglich
unseren Flayer im Jahr 2007 fertigzustellen. Sinnvoll wäre es, einen
Arbeitskreis zu bilden, der im gesamten die Öffentlichkeitsarbeit vor-
und aufbereitet. Einzubeziehen wären da auch gleich die Vorbereitungen
für unser im Jahr 2011 stattfindenden 100-Jähriges Jubiläum. Diese
Vorbereitung wird unsere ständige, begleitende Aufgabe bis ins Jahr 2011
sein. Auch Besprechungen bzw. Anforderungen vom Kreisverband mussten aus
zeitlichen Gründen hinten anstehen. Alle Anforderungen des
Kreisverbandes werden wir selbstverständlich so zeitnah wie nur möglich
bearbeiten und weiterleiten.
Arthur Schnitzler
hat mal gesagt:
„Wie oft halten wir
für Unversöhnlichkeit der Ansichten,
was nichts anderes
ist als Verschiedenheit der Temperamente“
.
Im Jahr 2008 werden
wir weiter an unseren bisherigen Aufgaben festhalten, sie ausbauen und
verbessern. Je nach finanzieller Lage wollen wir unsere Ausstattung den
immer mehr wachsenden Anforderungen anpassen und dem gerecht werden.
Langfristige
Überlegungen der Ersatzbeschaffung unserer in die Jahre kommenden
Fahrzeuge werden wir anstellen müssen.
Für das laufende
Jahr wünsche ich mir friedvolle, kooperative, unterstützende und
verständnisvolle Zusammenarbeit aller Gliederungen. Verständnis auch
dafür, dass wir unsere Aufgaben und Verpflichtungen so zeitnah wie nur
Möglich erledigen, auch wenn dafür einige Tage oder sogar Wochen
benötigt werden.
An dieser Stelle
möchte ich mich auch im Namen des gesamten Vorstandes bei allen, die den
DRK-Ortsverein Calw e.V. in irgendeiner Weise unterstützt haben, recht
herzlich bedanken. Bedanken möchten wir uns aber auch bei allen
Angehörigen unserer Helferinnen und Helfer sowie bei den finanziellen
und materiellen Spendern des Ortsvereins Calw.
Danke für Ihre
Aufmerksamkeit |
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